Interview mit Modebloggerin Saansh aus Linz

Interview mit Modebloggerin Saansh aus Linz

Sandra Pietras ist Modebloggerin aus Linz. Mit ihrem Pseudonym Saansh hat sich die 24-jährige Kroatin bereits einen Namen in ihrer immer größer werdenden Fangemeinde gemacht.

Sandra, stell dich kroativ.at Lesern kurz vor.

Also ich bin die Sandra Pietras und Bloggerin aus Linz. Geboren bin ich in Wien, aufgewachsen in Kärnten und mit 12 bin ich dann nach Linz übersiedelt. Ursprünglich komme ich aber aus der Nähe von Brčko in Bosnien und Herzegowina.

Was verbindest du mit deinem Künstlernamen Saansh?

Diesen Künstlernamen habe ich schon ganz lange. Ich weiß gar nicht mehr wie genau es dazu kam. Das war ganz spontan. Durch Instagram und meinen Blog ist Saansh zu meiner zweiten Identität geworden. Ich habe viele Leute dadurch kennengelernt. Ich bin jetzt keine Berühmtheit oder so, aber manchmal werde ich auf der Straße angesprochen, oder beim Einkaufen passiert es manchmal, dass mir die Verkäuferinnen erzählen, dass Leute unter Saansh einkaufen. Sie zeigen Fotos von mir her und sagen 'Ich will das was die Saansh hat!'.

Was hat dich dazu bewegt über Mode zu bloggen?

Mode hat mich schon immer interessiert. Ich hatte 2008 auch schon mal einen kleinen Blog, aber irgendwie war das dann immer nur so eine Nebenbeschäftigung. Ich hab dann begonnen Fotos auf Instagram zu posten und dadurch, dass ich auf Instagram schnell viele Follower bekommen habe, habe ich mich im Februar 2015 dann entschlossen auch einen Blog dazu zu machen, wo ich zweimal in der Woche etwas poste, entweder ein Outfit oder eine Wishlist, die ursprünglich von anderen Personen inspiriert ist. Also wenn ich bei einer Person etwas gesehen habe und mir gefällt ihr Stil, dann such' ich mir die Produkte raus, schau wo man sie kaufen kann, verlinke sie und präsentierte auf die Art die andere Bloggerin oder Instagramerin.

Dein Blog ist ja erst im Anfangsstadium. Wie hast du vor ihn auszubauen? Möchtest du einfach etwas über die Produkte erzählen, die du präsentierst oder wirst du auch privates über dich preisgeben, wie andere Modeblogger?

In meinem Blog möchte ich schon mehr über mich erzählen, aber zu viel werde ich nicht preisgeben. Ich möchte die Leute auch nicht nerven. Es geht ja um Mode, da muss man nicht alles über das Privatleben des Bloggers wissen. Ich möchte auch zusätzlich zur Mode noch andere Themen dazu nehmen und ich möchte auch mehr dazu schreiben. Zur Zeit sind es ja mehr Outfit-Posts mit einer Kurzbeschreibung.

Du hast auf Instagram über 9000 Follower: Hast du eine bestimmte Zielgruppe oder gibt es einen bestimmten Ort an dem du besonders bekannt bist?

Eine bestimmte Zielgruppe habe ich nicht. Ich würde sagen alle von 14 bis 40 oder älter sogar. Jeder der Freude daran hat sich modisch anzuziehen. Die meisten meiner Follower sind aus Österreich, Deutschland, Frankreich und Kroatien, doch so stark würde ich das gar nicht einschränken. Es schreiben mir Leute von überall. Die Kroaten freuen sich besonders, wenn ich ihnen auf Kroatisch antworte, das stellt eine zusätzliche Verbundenheit her.

Wovon lässt du dich inspirieren?

Seitdem ich auf Instagram bin, lasse ich mich von anderen Instagramern und Bloggern inspirieren. Je mehr Leute mir folgen, desto motivierter bin ich und besonders freue ich mich auch, wenn ich sehe, dass mir richtig bekannte Blogger folgen. Für mich sind das dann richtige Prominente, da möchte ich dann auch nicht irgendwas präsentieren, sondern bemühe mich besonders, um meine Follower und Stilvorbilder nicht zu enttäuschen.

Was hat sich durchs Bloggen für dich verändert?

Dadurch, dass ich blogge, werde ich auch zu Events eingeladen. Das ist halt etwas, das durch das Bloggen viel stärker zugenommen hat. Ich kooperiere auch mit Casa Moda, das ist so wie Amicis hier in Wien. Ich darf mir dort ganz tolle Designersachen ausborgen, Outfits damit zusammenstellen und auf meinem Blog dafür werben. Marketingmäßig schreiben mich auch viele Firmen an, fragen mich ob mir ein bestimmtes Produkt, ein Armband z.B. oder eine Sonnenbrille gefallen würde, wenn ja würden sie es mir zuschicken. Ich bekomme das Produkt dann geschenkt und mache für das Unternehmen Werbung. Dabei ist mir vor allem wichtig meine Authentizität nicht zu verlieren, deshalb lehne ich auch Sachen ab, wenn mir das Stück nicht zusagt oder nicht zu mir passt. Bei den ganz großen Bloggern, die wirklich alles von Kopf bis Fuß gezahlt bekommen, sieht man ja oft, dass sie gar nicht mehr authentisch sind. Man weiß dann nicht mehr, gefällt ihr das wirklich oder bekommt sie einfach nur viel Geld dafür, dass sie es anzieht.

Welche Fashion-Tipps kannst du unseren Lesern mitgeben?

Ich setzte immer auf Accessoires. Für mich sind Taschen, Schuhe, Sonnenbrillen und Hüte das wichtigste bei einem Outfit. Deshalb investiere ich in Accessoires auch etwas mehr.

kroativ.at bedankt sich herzlichst bei Sandra Pietras und wünscht ihr weiterhin viel Erfolg mit Saansh!

Besucht „Saansh – by Sandra Pietras“ auf ihrem Blog http://www.saansh.com/, oder seht euch ihre neuesten Outfits auf Instagram, Facebook und Twitter an.

Marina Knežević / kroativ.at

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