„Darf ich um diesen Tanz bitten?“

„Darf ich um diesen Tanz bitten?“

Mit Faschingsbeginn präsentiert die Wiener Ballsaison in vollem Maße ein vielseitiges und buntes Programm, das mit seinen traditionellen musikalischen Klängen in Verbindung mit modernem Pfiff sowohl heimische Ballgäste als auch Touristen aus aller Welt heranlockt und in Begeisterung versetzt. Die Bundes- und Ballhauptstadt Österreichs verspricht auch dieses Jahr mit insgesamt 450 Veranstaltungen ein extravagantes Tanzvergnügen samt glanzvollem und romantischem Ambiente. 

Für jeden Geschmack etwas dabei

Das Aufblühen der Walzersaison gelingt mit dem Silvesterball, der traditionellerweise in der weltbekannten Wiener Hofburg, der ehemaligen Kaiserresidenz, aufgeführt wird. Tausende Ballgäste aus über 40 Nationen haben im Dreivierteltakt zum Jahreswechsel innerhalb der prunkvollen Räumlichkeiten der Hofburg ihr Tanzbein geschwungen. Das dichte künstlerische Silvesterprogramm, die kulinarischen Köstlichkeiten, der Glanz und die Schönheit des Festes nahmen die Ballgäste voll und ganz für sich ein. Zu den klassischen Mitternachtseinlagen zählten auch heuer  das fesselnde Feuerwerk auf dem Heldenplatz, das Glockenläuten der Pummerin im Stephansdom, der Donauwalzer und ebenso der berühmte Gesellschaftstanz, die Publikumsquadrille, um Jung und Alt auf der Tanzfläche zu vereinen.

Die erste Tanzaufführung im neuen Jahr ist der Steirerball, auch als „Grüne Nacht“ bekannt, der seine Besucher am 09.01. in den historischen Räumen der Hofburg mit steirischer Herzlichkeit begrüßt und begeistert. Auch hier begegnet das Publikum einer Mischung aus Brauchtum und Klassik und erfreut sich an den Leckereien des tanzreichen Abends. Der Höhepunkt der festlichen Nacht wird mit dem „Offenen Volkstanzen“ erreicht.

Die Nacht der Wiener Bäcker und Konditoren am 15.01. in der Hofburg, auch berühmt als Zuckerbäckerball, unterstreicht die süße Seite Wiens. Abgesehen vom klassischen Walzer bietet das musikalische Programm in seiner ganzen Fülle ebenso lateinamerikanische Tanzeinlagen, ein großes Jazz-Orchester wie auch Discolieder der modernen Musik an. In der Backstube kann den Profis in ihrer Meisterkunst zugesehen werden, woraufhin der Zuckerbäckerpreis dem Besten unter ihnen verliehen wird. Auch das Angebot zahlreicher Leckereien höchster Konditorenkunst verfeinert die Süße der Nacht.

Der Rosenball findet zur selben Zeit wie der Opernball statt und wird innerhalb der eleganten Säle der Wiener Kursalon inszeniert. Die Besucher können sich auf einen exotischen und schrillen Abend gefasst machen. Miss Candy als Ballmutter des Landes verwandelt sich auch heuer dem Festmotto gemäß, nämlich in Lakshmi,  die hinduistische Göttin der Schönheit, des Glücks und Reichtums.

Als Glanzstück der Ballsaison in der Donaumetropole wird der am 12.02. in der Staatsoper stattfindende Opernball präsentiert. Unter Touristen und Einheimischen genießt jenes stilvolle Fest seinen außerordentlichen Ruf, eines der größten gesellschaftlichen Highlights zu sein. Um den eleganten Charme des Abends zu unterstreichen, wird für die hohe Gesellschaft aus Politik, Wirtschaft sowie Kultur der rote Teppich ausgerollt. Die Höhepunkte des Abends können dank Liveübertragung der Festveranstaltung im Fernsehen auch von außenstehenden Personen mit verfolgt werden.

Mit dem Elmayer-Kränzchen am Faschingsdienstag, 17.02., wird traditionsgemäß das Ende der Ballsaison markiert. Das Walzen ereignet sich innerhalb der festlichen Säle der Hofburg. Im Vordergrund des Abends befindet sich ein wohltätiger Zweck, der Reinertrag soll nach Familientradition von Thomas Schäfer-Elmayer dem Haus der Barmherzigen zugutekommen. Das Ballett, die Opernsänger der Wiener Staatsoper, der Eröffnungstanz durch die mehr als 200 Debütantenpaare im Festsaal sowie die um 23.00 Uhr stattfindende Publikumsquadrille unter der Leitung von Elmayer persönlich, erfüllen den musikalischen und tänzerischen Abend.

Doch die Wiener Balltradition bleibt ihrem weltberühmten Ruf auch in den weiteren Monaten gerecht, indem u.a. der Wiener Technoball oder auch der Sommerball der Spanischen Hofreitschule, bekannt als Fête Impériale, als weitere Festveranstaltungen auf dem Ballkalender vermerkt sind.

Die Donaumetropole ist mit ihrer Ballkultur insbesondere dafür bekannt, eine gekonnte Verbindung zwischen konventioneller Etikette und der Moderne herzustellen. Ganz gleichgültig ob Jung oder Alt, für jeden Geschmack soll etwas dabei sein. Der Diversity Ball hat sich als Fest der Lebensfreude und des Respekts etabliert und wird unter dem Motto: „Alles darf sein, alles ist möglich!“ veranstaltet. Wer nicht unbedingt in Frack und Abendrobe zu einem Ball erscheinen möchte, dem werden zahlreiche alternative Festveranstaltungen geboten. In diesem Sinne „Alles Walzer“, lasst euch von der Freude des Festes leiten!

Die Geschichte der Wiener Balltradition

foto/text: Suzana Milić / kroativ.at

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